Coors treibt Ex-Klub zur Verzweiflung

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Bietigheimer Zeitung
Coors treibt Ex-Klub zur Verzweiflung
SG BBM verliert bei den HF Springe mit 24:28


Der Handball-Zweitligist SG BBM Bietigheim hat das Kellerduell bei den HF Springe mit 24:28 verloren. Der Ex-Bietigheimer Tim Coors war mit acht Toren der beste Werfer der Partie.

Rückschlag für die SG BBM Bietigheim. Der Handball-Zweitligist konnte bei Aufsteiger HF Springe nicht an die zuletzt starken Leistungen gegen Coburg und Wilhelmshaven anknüpfen und verlor mit 24:28 (10:11). Statt den Abstand zum rettenden Ufer zu verkleinern, liegt die SG BBM nun nur noch einen Punkt vor den HF, die weiterhin Schlusslicht sind. "Springe hat aufgrund seiner kampfbereiten Einstellung verdient gewonnen", sagte SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer.

Ein Ex-Bietigheimer hatten großen Anteil an der Niederlage: Tim Coors spielte - zum ersten Mal in dieser Saison - groß auf und war mit acht Treffern aus dem rechten Rückraum Springes bester Werfer. "Er war natürlich extra motiviert gegen seinen alten Verein", sagte HF-Coach Sven Lakenmacher, "aber so muss er immer spielen."

Der vor wenigen Wochen nachverpflichtete Halblinke Faruk Halilbegovic sowie Rechtsaußen Pawel Pietak mit je sieben Treffern stellten die Gästeabwehr ebenfalls vor Probleme. Großer Trumpf der Hausherren war aber vor allem Torwart Robert Wetzel, der Bietigheim mit insgesamt 17 Paraden zur Verzweiflung brachte. Das Duell mit Stanislav Gorobtschuk, durch dessen kurzfristige Entscheidung gegen die HF und für die SG BBM er vor der Saison erst nach Springe gekommen war, gewann Welzel klar.

Der HF-Keeper war von Beginn an im Spiel. Noch bevor das erste Tor gefallen war - es dauerte bis zur vierten Minute, ehe Tim Dahlhaus das 0:1 erzielte - hatte Welzel drei Bälle pariert. Coors glich postwendend aus. Bis zu Pietaks 2:1 dauerte es fast fünf Minuten, weil die Gäste im Angriff nervös agierten und Springe sich mit der Bietigheimer 6:0-Deckung schwertat. Und weil Gorobtschuk einen von Maximilian Kolditz geworfenen Siebenmeter parierte. Bis zur Pause verlief die Partie ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich absetzen - das 6:7 durch ein Siebenmeter-Tor von Christian Schäfer (21.) war aber die letzte Führung für die Bietigheimer.

Die verloren die Partie in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit. Dank der Paraden von Welzel und einfacher Tore über die erste und zweite Welle setzten die Springer sich auf 22:13 ab (45.). Da halfen den Gästen auch zwei Team-Timeouts binnen drei Minuten nichts.

Doch die SG gab sich nicht geschlagen. Mayerhoffer hatte die Abwehr schon von 6:0 auf 5:1 umgestellt, jetzt ließ er eine 3:3-Deckung spielen. Das brachte die Springer aus dem Konzept, die zudem einige Zeitstrafen kassierten. In der 51. Minute traf Schäfer zum 20:22. Die 50 Gästefans unter den 450 Zuschauern wurden immer lauter. Doch Pietak mit dem 23:20, Springes zweiter Torwart Mustafa Wendland mit einer Siebenmeter-Parade gegen Schäfer und Coors, der durch die Beine des eingewechselten Mihailo Radovanovic das 24:20 erzielte (53.), brachten die Gastgeber wieder in die Spur - und die brachten ihre Führung nun sicher ins Ziel.

"Wir haben zu viele einfache Tore aus dem Rückraum bekommen und waren vorne oft zu ungenau", so Mayerhoffer. Sein Gegenüber Lakenmacher war nach zuvor fünf Niederlagen in Serie "überglücklich, dass wir noch gewinnen können". Coors freute sich ebenfalls: "Hoffentlich geht's so weiter."


dewezet.de
Wetzel das Trumpf-Ass

Springe besiegt Bietigheim 28:24 / Acht Coors-Tore

Das war wichtig! Die Handballfreunde Springe landeten nach fünf Niederlagen in Serie wieder mal einen Sieg. Nach dem 28:24 (11:10) gegen Erstliga-Absteiger und Kellerkonkurrent SG BBM Bietigheim ist der Aufsteiger zwar immer noch Zweitliga-Schlusslicht, hat den Abstand zum rettenden Ufer aber immerhin nicht größer werden lassen – und sich Selbstvertrauen für die nächsten Heimspiele gegen Hamm und Saarlouis geholt. „Den Schwung müssen wir mitnehmen und das Wissen, dass wir mit so einer tollen Abwehrleistung immer zwei Punkte holen können“, sagte HF-Trainer Sven Lakenmacher und war „überglücklich, dass wir noch gewinnen können.“

Ein Ex-Bietigheimer hatte großen Anteil am dritten Saisonsieg der Springer: Tim Coors spielte – zum ersten Mal in dieser Spielzeit – groß auf und war mit acht Treffern aus dem rechten Rückraum bester HF-Werfer. „Er war natürlich extra motiviert gegen seinen alten Verein“, sagte HF-Coach Sven Lakenmacher, „aber so muss er immer spielen“. Der zuletzt glücklose Faruk Halilbegovic sowie Rechtsaußen Pawel Pietak mit je sieben Treffern stellten die Gäste-Abwehr ebenfalls vor Probleme. Großer Trumpf der Hausherren war aber vor allem Torwart Robert Wetzel, der Bietigheim mit insgesamt 17 Paraden zur Verzweiflung brachte.

HF Springe: Wetzel, Wendland – Coors (8), Halilbegovic (7), Pietak (7), Bosy (2), Hinz (2/1), Kastening (1), Schüttemeyer (1), Kolditz, Eichenberger, Fauteck, Tesch, Ossenkopp

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