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Ludwigsburger Kreiszeitung
Nur ein Wunder kann SG BBM noch vor Abstieg bewahren Die Bundesliga-Handballer der SG BBM Bietigheim benötigen nach der 27:35 (13:17)-Niederlage bei GWD Minden ein mittleres Wunder, um auch in der nächsten Saison in der Eliteklasse des deutschen Handballs zu bleiben. Die wegen den winterlichen Straßenverhältnissen schwierige Anfahrt überstanden die Bietigheimer problemlos, auf dem Spielfeld der Mindener Kampa-Halle sind sie dagegen gehörig ausgerutscht. Bis zur 17. Minute, als Andreas Blodig zum 8:7 für den Tabellenletzten traf, war das Kellerduell ausgeglichen. Ausgerechnet eine Zeitstrafe gegen die Gastgeber, brachte die Wende. Angeführt von ihrem Superstar Dalibor Doder, drehte Minden die Partie. In Unterzahl machten die von 2740 Fans angetriebenen Ostwestfalen aus dem Rückstand eine 10:8-Führung. Urplötzlich war beim Tabellenletzten der Faden gerissen. Technische Fehler und zahlreiche Ballverluste nutzten die jetzt aufdrehenden Gastgeber zu Tempogegenstößen, die ihnen eine 17:13-Halbzeitführung einbrachten. Der sonst so sichere Rückhalt, SG-Keeper Darko Stanic, erwischte einen rabenschwarzen Tag, so dass der Serbe ab der 20. Minute von Mihailo Radovanovic abgelöst wurde. Dem Youngster gelangen zwar einige Paraden, dennoch hatte GWD in dem Holländer Gerrie Eijlers den besseren Torhüter. Substanzverlust deutlich spürbar Im zweiten Abschnitt machte sich bei den Ellentälern verstärkt der Ausfall von Spielmacher Timo Salzer sowie Abwehrspezialist Rok Praznik bemerkbar. Weil zudem Andre Lohrbach und Blodig angeschlagen waren, lag die SG in der 37. Minute bereits mit sieben Toren im Rückstand (15:22). Immer wieder setzte der überragende GWD-Regisseur Doder seine Mitspieler in Szene oder sorgte selbst wie mit seinem Treffer zum 24:16 (39.Minute) für die Vorentscheidung. Als Minden in der 50. Minute zum 30:22 erhöhte, feierte SG-Angreifer Dominik Schmid mit seinem Treffer zum 30:23 sein persönliches Erfolgserlebnis. Nach seinem Mittelhandbruch, war es für den österreichischen Nationalspieler das erste Tor nach monatelanger Verletzungspause. Dennoch lag GWD sechs Minuten vor Spielende mit zehn Toren vorne (33:23), ehe erneut Schmid, Julius Emrich, Tim Dahlhaus und der mit fünf Treffern erfolgreichste SG-ler Romas Kirveliavicius das Ergebnis erträglicher gestaltete. „Der Substanzverlust war zu groß. Uns haben die Körner gefehlt, das war zuletzt schon im Training zu sehen. Dennoch hat die Mannschaft bis zur letzten Minute gekämpft“, stellte sich SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer hinter sein Team. Tim Dahlhaus, der von einer 35-köpfigen Fangruppe aus seiner Heimat unterstützt wurde, blickt trotz der Niederlage nicht den Mut verlieren: „Wir belohnen uns nicht für unsere harte Trainingsarbeit. Aufgeben kommt für uns dennoch nicht infrage.“ Nach der WM-Pause geht es für die SG am 15. Februar mit dem Heimspiel in der Ege Trans-Arena gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, TBV Lemgo, weiter. Bietigheimer Zeitung
Bietigheimer Aderlass ist zu groß

 

Die Erstliga-Handballer der SG BBM Bietigheim haben sich mit einer 27:35-Pleite beim TSV GWD Minden in die WM-Pause verabschiedet. Der Substanzverlust war letztlich zu groß, um in Ostwestfalen zu bestehen. Die Voraussetzungen vor dem Bundesliga-Kellerduell zwischen dem TSV GWD Minden und der SG BBM Bietigheim hätten nicht unterschiedlicher sein können: Bei den gastgebenden Ostwestfalen feierten mit Christoffer Rambo und Miladin Kozlina zwei lange verletzte Handballer ihr Comeback, so dass TSV-Coach Goran Perkovac erstmals in dieser Saison seine Abwehr komplett beisammen hatte. Beim Tabellenletzten fielen dagegen die Routiniers Timo Salzer (Sehnenanriss am Sprunggelenk) und Rok Praznik (Muskelfaserriss) aus. Der an der Schulter verletzte Andreas Blodig konnte nur im Angriff eingesetzt werden. Auch Linksaußen André Lohrbach stand wegen Patellasehnenproblemen nur eingeschränkt zur Verfügung. Am Ende kam es für die personell gebeutelten Bietigheimer wie befürchtet: Sie verloren ihr letztes Spiel im Jahr 2014 klar mit 27:35. "Unser Aderlass war zu groß, um in Minden bestehen zu können", sagte SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer, der für seine Schützlinge allerdings auch aufmunternde Worte parat hatte: "Positiv war, dass die Mannschaft bis zum Schluss gekämpft und versucht hat, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen." Die Anfangsphase war sogar an den Aufsteiger gegangen. Nach einer Viertelstunde lag die SG mit 7:5 vorne. Dann demonstrierte Minden aber seine Heimstärke, während bei den Gästen die Fehlerquote deutlich anstieg. Angetrieben vom überragenden schwedischen Nationalspieler Dalibor Doder warf der TSV GWD einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus. Mit dem Halbzeitsignal verkürzte Linksaußen Jonathan Scholz immerhin noch auf 13:17. Doch auch im zweiten Durchgang waren die in Bestbesetzung angetretenen Mindener schlichtweg besser als das Bietigheimer Rumpfteam. Die Gäste kamen nicht einmal mehr ansatzweise an den Gegner heran. Da sich Doder und Co. keine Blöße gaben, feierte der TSV einen ungefährdeten 35:27-Erfolg. Durch den sechsten Heimsieg überwintert Minden nun auf Rang 15 und damit dem ersten Nichtabstiegsplatz. Bietigheim ist mit sieben Zählern weiter das abgeschlagene Schlusslicht. Friesenheim (14:28 Punkte), Erlangen (13:29) und Lemgo (12:30) belegen die drei weiteren Fahrstuhlränge in Richtung Zweite Bundesliga. "Solange rechnerisch alles möglich ist, werden wir alles geben und alles versuchen. Wir sagen nicht, wir haben keine Chance mehr. Aber natürlich wird es verflucht schwer, da hinten rauszukommen", sagt Mayerhoffer. Nach zwei trainingsfreien Wochen erwartet der SG-Coach seine Spieler am 12. Januar erstmals wieder zu einer Einheit. Im Rahmen der fünfwöchigen Vorbereitung auf die Rückrunde sind auch drei Tests vorgesehen: am 17. (Gegner steht noch nicht fest), am 24. (gegen Bregenz) und am 31. (gegen Bern) Januar.

SG-Keeper Stanic wechselt zu den Rhein-Neckar Löwen
Der Bietigheimer Schlussmann Darko Stanic spielt ab der Saison 2015/ 2016 für den Bundesliga-Spitzenklub Rhein-Neckar Löwen. Dies vermeldet das gewöhnlich gut informierte slowenische Sportportal siol.net. Serbiens Nationaltorhüter Stanic hat bei den Mannheimern offenbar einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Die Bestätigung des Vereins steht allerdings noch aus. Bereits kurz vor Weihnachten haben die Löwen mit dem schwedischen Nationalkeeper Mikael Appelgren (25) vom MT Melsungen einen weiteren neuen Torwart verpflichtet. Das Duo Applegren und Stanic tritt die Nachfolge des Dänen Niklas Landin an, der die Badener im Sommer in Richtung Rekordmeister THW Kiel verlässt. Bisher zehn Spiele für SG Stanic war Anfang November vom mazedonischen Champions-League-Teilnehmer RK Metalurg Skopje zur SG BBM gekommen. Bei seinen bisherigen zehn Erstliga-Einsätzen bot der 36-jährige Routinier fast immer Weltklasse-Leistungen. Sein Kontrakt beim Aufsteiger gilt nur bis zum Saisonende. "Wir wissen, dass wir einen Spieler wie ihn normal nicht bekommen hätten. Wir haben damals die Gunst der Stunde genutzt. Es war klar, dass er irgendwann wieder bei einem Topklub spielen würde", sagt Bietigheims Trainer Hartmut Mayerhoffer.