Kibat will als Vorbild vorangehen

kibat.jpgLudwigsburger Kreiszeitung

Kibat will als Vorbild vorangehen

Bietigheim-Bissingen – Bei den Zweitliga-Handballern der SG BBM Bietigheim brennt der Baum schon vor Weihnachten. Nach fünf Niederlagen in Folge stecken die Bietigheimer nach Abschluss der Vorrunde mitten drin im Abstiegskampf. In dieser Situation sind erfahrene Spieler wie Nico Kibat besonders gefordert.

Herr Kibat, Sie haben bestimmt schon fröhlichere Weihnachten als in diesem Jahr erlebt?
Nico Kibat:Vor allem längere. Wir trainieren noch am Heiligabend, um 16 Uhr fliege ich nach Hause. Am zweiten Weihnachtstag komme ich schon wieder zurück weil abends Training angesetzt ist. Am 27. Dezember steigt dann das für uns so wichtige Heimspiel gegen die HG Saarlouis.

Sie gelten nicht zuletzt auf Grund Ihrer Erfahrung als Führungsspieler und verlängerter Arm des Trainers. Beim THW Kiel und beim Stralsunder HV haben Sie Erfahrungen in der 1. Bundesliga gesammelt. Wie können Sie der Mannschaft helfen?
Ich will auf der Platte als Vorbild vorangehen, mich zeigen und alles geben. Nur wenn ich selbst hundertprozentigen Einsatz vorlebe, bin ich für die Mannschaft glaubwürdig.

Was sind die Gründe, warum es in dieser Saison trotz Verstärkungen nicht läuft?
Wir mussten viele neue Spieler integrieren, die in ihren bisherigen Vereinen längere Spielzeiten hatten. Alle wollten spielen. Das gab unterschwellig eine Unruhe im Team. Möglicherweise wurde zu Saisonbeginn zu viel gewechselt, um möglichst vielen Spielern Einsatzzeiten zu geben. Der Findungsprozess durch den breiteren Kader musste erstmal abgeschlossen werden. Der Abgang von Patrick Rothe war ein weiteres Signal für die Unzufriedenheit einzelner Spieler.

Wie erklären Sie sich die miserable Heimbilanz?
Zu Hause lastet ein Riesendruck auf uns. Die Unzufriedenheit in der Halle spüren wir Spieler sehr genau. Das trägt nicht gerade zur Selbstsicherheit und zum größeren Selbstvertrauen bei. Wir sind als Mannschaft nicht genug gefestigt. Keiner der Spieler bringt im Moment seine volle Leistungsfähigkeit.

Wie können Sie den Schalter umlegen, um wieder zu punkten?
Ganz klar, uns helfen nur Siege. Wir waren in den meisten Spielen dicht dran, schaffen es aber nicht das Spiel nach Hause zu bringen. Oftmals haben wir in einer kurzen Schwächephase das ganze Spiel hergeschenkt. Das darf uns nicht mehr passieren. Jetzt müssen wir am kommenden Sonntag zu Hause gegen Saarlouis gewinnen. Die anschließende Winterpause kommt uns sehr gelegen.

Kann die SG den Abstieg vermeiden?
Ganz klar – ja. Ich bin absolut von unserer Mannschaft und dem Trainer überzeugt. Wir sind eine gute Truppe mit einem tollen Zusammenhalt. Alle nehmen die Situation so wie sie ist an und werden sich mit hundertprozentiger Leidenschaft und Kampf dagegen stemmen.

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