Tag 6 des Hongkong-Tagebuchs: Patrick Rothe hat das beste Pokerface

In der Turnierpause verbessert die SG Bietiegheim/Metterzimmern beim Glücksspiel die Mannschaftskasse, vorher stand Fitness auf dem Plan, ehe es zum Stadtbummel losging. Eine neue Motivationsspritze für das Erreichen des Endspiels beim Turnier in Hongkong hat die Mannschaft derweil auch schon erhalten: Es winkt eine Übertragung im chinesischen Staatsfernsehen.

Unseren gestrigen Trip nach Macau werden einige Spieler sicherlich besonders gerne in Erinnerung behalten. Patrick Rothe zeigte erneut eine überzeugende Leistung am Pokertisch und auch unser Youngster Chrissi Schäfer konnte über sich hinaus wachsen und die Portokasse ein wenig auffüllen. Denjenigen, die nicht zum Glücksspiel antraten, bleiben auf jeden Fall das pompöse und farbenreiche Erscheinungsbild dieser Stadt und die aufwendigen Showacts in Gedanken. Immerhin hat Macau sein amerikanisches Pendant Las Vegas in Puncto Umsatz seit 2007 überflügelt.

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Die Paten von Macau
 
Unser Tag beginnt heute um 08.15 Uhr mit einer Einheit Aquajogging im hoteleigenen Pool. Eigentlich hatte unser Coach Uwe Rahn einen Regenerationslauf angesetzt, doch unsere Physiotherapeutin Heike Gaiser vom Rehazentrum Hess, die den Kurs leitet, konnte ihn von dieser erfrischenderen Alternative überzeugen. Sie scheucht uns ordentlich durch das Wasser, es entsteht eine Mischung aus Anstrengung und Spaß, der sich auch unser Trainergespann nicht entzieht.

Nach dem anschließenden Frühstück gönnen sich die meisten Spieler noch ein kurzes Schläfchen, bevor sich verschiedene Interessen- und Reisegruppen bilden. Zum regelrechten Hongkong-Reiseführer entwickelt sich unser Neuzugang Philipp Schulz, der so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich ansteuert. Verhandlungsgeschick ist auf dem „Lady`s Market“ gefragt, wo man mit den Verkäuferinnen ausgiebig um die Preise von Souvenirs feilschen kann (und muss). Die Gruppe um Co-Trainer Jochen Zürn macht sich mit der achthundert Meter und somit längsten Rolltreppe der Welt, hinauf zum „Peak“, dem bekanntesten Aussichtspunkt von Hongkong.

Gegen 22 Uhr sitzen wir gemeinsam in der Hotelbar und lassen den heutigen Tag Revue passieren. Heimweh verspüren bisher die wenigsten, unsere Freundinnen, Frauen und Familien vermissen wir jedoch allmählich. Ihr seid hiermit alle gegrüßt, genau wie unsere Daheimgebliebenen, die vor wichtigen Prüfungen stehen bzw. an ihrem Comeback arbeiten. Einen besonderen Gruß möchte Matthias Lenz an seine Vermieterin Gretl Biedermann richten, die regelmäßig für sein leibliches Wohl sorgt.

Wie wir erfahren haben, wird das Endspiel im chinesischen Staatsfernsehen live übertragen, das wäre natürlich eine Riesensache. Jetzt geht es ab auf die Zimmer, denn morgen gegen die Nationalmannschaft des Iran gibt es nur ein Ziel: Finale.

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