Jesus spielt Handball in Bietigheim: Tag 5 des Hongkong-Tagebuchs

hk_5_1.jpgJesus spielt Handball in Bietigheim, das Harz ist endlich da und der Strafbankkönig ist eigentlich ein ganz fairer Junge: Die Männer der SG BBM Bietigheim finden in Hongkong weitere interessante Erlebnisse und bereiten sich am spielfreien Tag des Turniers in der chinesischen Hafenmetropole auf die nächsten sportlichen Aufgaben vor.


Heute ist bereits unser fünfter Tag in Hongkong, trotzdem gibt es immer wieder Neues zu erfahren. Beispielsweise waren in den letzten zwei Wochen in der gesamten Stadt die Grundschulen geschlossen, da zwölf Schüler an der aktuellen Schweinegrippe erkrankten. Auch im Alltag ist die Krankheit allgegenwärtig, viele Menschen tragen Mundschutze und mancherorts bekommt man mit einer Art Laserpistole die Körpertemperatur an der Stirn gemessen.

Beim Frühstück ist heute auch Jens Rith anwesend, unser Teammanager ist nachgereist und bringt uns (endlich) unser gewohntes Handballharz. Bisher waren wir immer auf das Haftmittel unseres Gegners angewiesen.

Auch unsere dritte und letzte Vorrundenpartie können wir klar und deutlich für uns entscheiden. Die Jungs der Auswahlmannschaft von Macau sind uns sowohl körperlich als auch taktisch unterlegen, so dass man eher von einem lockeren Trainingsspielchen sprechen kann. Beim Stand von 24:6 werden die Seiten gewechselt, in der zweiten Halbzeit können wir einige Kabinettstückchen zeigen, die die Zuschauer mit tosendem Applaus honorieren.

Alle Spieler können sich in die Torschützenliste eintragen und einen Teil zum 46:15 Erfolg beitragen. Führender unserer internen Sünderkartei ist übrigens Andreas Blodig, der es bisher in drei Partien auf sage und schreibe eine Zeitstrafe bringt. Direkt im Anschluss an die Partie wird kurzfristig eine Autogrammstunde anberaumt, welche die hiesige Jugend eifrig zum Sammeln von Unterschriften nutzt. Einen ganz besonderen Moment erlebt Christoph Auer, als ein junges Mädchen ihn um ein gemeinsames Foto bittet und hinzufügt „You look like Jesus“.

Nach dem Duschen und einer ordentlichen Portion Fastfood machen wir uns auf den Weg in Richtung Macau, die Zockermetropole Asiens, die einige von uns bereits am Montag genauer unter die Lupe genommen haben. Vor allem Patrick Rothe wird versuchen seine Glückssträhne weiter anhalten zu lassen.

Morgen steht ein spielfreier Tag auf dem Programm, am Samstag geht es dann im Halbfinale gegen den Iran. Die Perser werden mit Sicherheit unser bisher stärkster Gegner werden.

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