TSG-Abgänge nerven Thomas König

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Handball: Auch die Nachwuchsspieler Steffen Dietz und Tim Beutler verlassen die Eulen am Saisonende
TSG-Abgänge nerven Thomas König

Ludwigshafen. Alarm bei den Handballern in Ludwigshafen: Bei der TSG Friesenheim lichten sich vor der neuen Saison in der 2. Handball-Bundesliga die Reihen. Nach dem Kreisläufer Uli Spettmann (33), der seine Laufbahn beendet, und Torjäger Steffen Bühler (23), der zum Liga-Konkurrenten SG BBM Bietigheim wechselt, werden etwas überraschend auch die beiden Talente Steffen Dietz (19) und Tim Beutler (22) den Verein verlassen: Sie schließen sich dem Regionalligisten TV Hochdorf an.

Beim pfälzischen Kooperationspartner der Friesenheimer steht mit Thorsten Laubscher (34) ein Ende der vergangenen Saison "ausgemusterter" TSG-Spieler unter Vertrag. Mit Kreisläufer Evgeni Pevnov (20), dem russischen Junioren-Nationalspieler der Eulen, und Rechtsaußen Jan-Lars Gaubatz (19) haben zwei weitere TSG-Spieler beim TV Hochdorf ein Zweitspielrecht.

Vier Akteure aus dem 17-Mann-Kader der TSG sind de facto am Ende der Saison weg - und dann gibt es da noch die "Personalie Stephan Pfeiffer": Der Torhüter Nummer zwei hinter Kevin Klier ist mit 33 Jahren der Senior im Kader. Ob er eine weitere Saison anhängen wird oder wie Spettmann in die Administration wechselt, steht noch nicht fest. Cheftrainer Thomas König ist genervt: "Ich hätte zumindest Steffen Bühler sehr gerne gehalten - aber Spielerwechsel sind oft eine Geldfrage."

"Wir stehen nicht unter Zeitdruck", behauptet Geschäftsführer Werner Fischer, obwohl die Friesenheimer bisher mit dem 18-jährigen Junioren-Europameister Alexander Becker vom zweiten Kooperationspartner Rhein-Neckar Löwen" erst einen Neuzugang zu vermelden haben. Die Friesenheimer wollen auf dem Transfermarkt ihrer Devise treu bleiben "nur so viel Geld investieren, wie wir tatsächlich haben", sagt Manager Günter Gleich.

Das Problem: In der übernächsten Saison will und muss sich die TSG für die in Zukunft eingleisige 2. Bundesliga qualifizieren. Ob das mit einer blutjungen Mannschaft zu realisieren ist, bezweifeln selbst Insider.

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