SG Bietigheim im DHB-Pokal in Runde drei

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Ludwigsburger KReiszeitung

SG BBM in der dritten Pokalrunde
Bietigheim-Bissingen – Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewann Handball-Zweitligist SG BBM Bietigheim im DHB-Pokals beim TuS Niederwermelskirchen mit 34:27 (14:14) und zieht in die dritte Runde ein.

Eigentlich wollte das SG-Trainergespann Uwe Rahn und Jochen Zürn mit ihrer Mannschaft beim bergischen Regionalligisten gestern von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht werden.

War es die lange Anreise, oder nahm man den TuS doch etwas auf die leichte Schulter – in der ersten Halbzeit war in diesem Pokalspiel jedenfalls kein Klassenunterschied festzustellen. Das Spiel war jedenfalls völlig offen, die Hausherren verkauften sich teuer und die SG zeigte vor allem im Abschluss nicht die nötige Konzentration. Mit 14:14 wurden die Seiten gewechselt.
In der Pause hatte Rahn dann wohl die richtigen Worte gefunden. Die SG BBM kam wie verwandelt aus der Kabine und nützte nun vor allem die Torchancen. So waren im zweiten Durchgang gerade mal fünf Minuten gespielt, als die Schwaben mit 14:18 in Führung lagen.
Diese Führung wurde dann langsam aber kontinuierlich ausgebaut. Über 15:21, 20:26 und 23:30 wurde ein letztlich sicherer und standesgemäßer 34:27-Sieg herausgespielt.
Stark war die Flügelzange Jochen Bauer und Sebastian Knierim, die zusammen 14 Treffer erzielten. Dazu sorgte ein guter Matthias Gysin im SG-Tor dafür, dass die SG nicht mit einem Rückstand in die Pause ging.

SG: Lenz, Gysin; Haller (5/4), Amann, Knierim (8), Heuberger (2), Schäfer (2), Bauer (6), Scheerschmidt (1), Rothe (3), Hinz (2), Löffler (1) und Sauerland (4).


Bietigheimer Zeitung

SG Bietigheim im DHB-Pokal in Runde drei
 
Handball-Zweitligist SG BBM Bietigheim bleibt weiter auf Erfolgskurs. In der Liga mit 4:2 Punkten und ungeschlagen, erreichten die Jungs von Trainer Rahn gestern im DHB-Pokal die dritte Runde. Ohne Kibat (Adduktoren) und Pflugfelder (Kreuzband) gewann die SG vor rund 300 Zuschauern beim aufstrebenden Regionalliga-West-Aufsteiger TuS Niederwermelskirchen mit 34:27 (14:14).

In der Halle Am Schwanen kamen die Gäste zunächst nicht so gut ins Spiel. In der Abwehr fehlte es an Aggressivität, vorne wurden einige Chancen vergeben. Somit stand es zur Pause 14:14. Nach Wiederanpfiff schaltete die SG aber einen Gang hoch, packte nun hinten zu und kam so auch zu Toren per Tempogegenstoß. Aus dem 14:14 wurde schnell ein 18:14 und 21:15 für Bietigheim, kurz vor Schluss hieß es gar 32:24. "Rund 250 Kilometer nach Kleenheim in der ersten Runde, jetzt knapp 400 Kilometer nach Niederwermelskirchen. Ich hoffe, in der dritten Runde haben wir Heimrecht und der THW Kiel kommt", meinte SG-Teammanager Jens Rith anschließend.

SG BBM Bietigheim: Gysin (im Tor, u.a. zwei Siebenmeter gehalten), Lenz (bei 1 7m im Tor, gehalten), Haller (5/4), Amann, Knierim (8), Heuberger (nur in Hälfte zwei eingesetzt, 2), Schäfer (2), Scheerschmidt (1), Rothe (3), Hinz (2), Löffler (1), Sauerland (4).


RP Online

Aus der Traum

Handball-Regionalligist TuS Niederwermelskirchen unterliegt in der zweiten DHB-Pokalrunde dem Zweitligisten SG BBM Bietigheim 27:34. Ein Grund für das Ausscheiden: Die hohe Fehlerquote.

Der Traum eines Gastspiels des THW Kiel oder des VfL Gummersbach in der Schwanenhalle ist für Handball-Regionalligist TuS Niederwermelskirchen ausgeträumt. 27:34 (14:14) unterlagen die Tenter in der zweiten Runde des DHB-Pokals dem Zweitligisten SG BBM Bietigheim.

„Da wäre mehr drin gewesen“, waren sich sowohl Spielertrainer Lars Hepp und sein Co-Trainer Carsten Burghoff als auch die meisten der Zuschauer in der gut besuchten Schwanen-Halle einig. Dass es für die Tenter gegen den noch ungeschlagenen Tabellendritten der Zweiten Liga Süd trotzdem eine – letztlich etwas zu deutliche – Niederlage setzte, lag in der Summe an vielen Kleinigkeiten. „Bietigheim war einfach einen Tick abgeklärter, cleverer und konsequenter“, befand Hepp dementsprechend nach den 60 Spielminuten. Allerdings steuerten auch die Gastgeber ihren Teil zum DHB-Pokal-Aus bei: 17 technische Fehler und 25 Fehlwürfe (darunter drei Siebenmeter und zahlreiche freie Würfe) sprechen eine deutliche Sprache und machten es dem keinesfalls überragenden Favoriten recht einfach im Verlauf der zweiten Spielhälfte auf die Siegerstraße einzubiegen.

Nach einer ordentlichen ersten Hälfte, in der es der TuS allerdings in Überzahl und einer 14:13-Führung versäumte, mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine zu gehen, wurde die Phase nach dem Wiederanpfiff komplett verschlafen. Die Folge: Aus dem 14:14 zur Pause wurde blitzschnell ein 14:18-Rückstand (35.), von dem sich die Hausherren bis zum Abpfiff nicht mehr erholten. Zwar gaben sich die Tenter auch zehn Minuten später bei einem 20:26-Rückstand nicht auf und verkürzten nochmal auf 23:27 (49.), doch zu mehr reichte es nicht. In den entscheidenden Situationen machten immer wieder Fehlpässe, technische Fehler oder eben die schwache Chancenauswertung eine mögliche Aufholjagd zu nichte. Spätestens nachdem das Anspiel von Rechtsaußen Knut Niegetiet auf Kreisläufer David de la Fuente nicht ankam und Thomas Zeller völlig frei das Tor nicht traf, konnte Bietigheim für die dritte DHB-Pokalrunde planen.

„Mit unserer Leistung heute hat man in der Regionalliga vielleicht eine Chance, aber gegen einen erfahrenen Zweitligisten sieht das eben anders aus“, so TuS-Spielertrainer Lars Hepp. Gut, dass am kommenden Freitag mit dem Longericher SC wieder ein Drittligist wartet.

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