SG gewinnt in Kleenheim 25:22 (15:11)

kleenheim_sgbbm.jpgBietigheimer Zeitung

Pokal-Pflicht erfüllt
SG gewinnt in Kleenheim 25:22 (15:11)

Handball-Zweitligist SG BBM Bietigheim hat den Sprung in die zweite DHB-Pokalrunde geschafft. Dabei bekleckerten sich die Schützlinge von Trainer Uwe Rahn vergangenen Samstag beim hessischen Oberligisten TSG Kleenheim nicht mit Ruhm. Am Ende stand ein 25:22-Sieg für die Gäste zu Buche. "Sicher kein so gutes Spiel von uns. Positiv war unsere Abwehrleistung. Wie wir mit den vielen Chancen umgegangen sind, die sich dadurch ergeben haben, ist eine andere Sache", sagt SG-Team-Manager Jens Rith.

Bietigheim legte gut los und führte schnell mit 5:1. Beim 9:9 hatte Kleenheim wieder gleichgezogen. Danach legte die SG, die bis dahin schon viel verballert hatte, wieder zu und führte zur Pause 15:11.

Nach Wiederanpfiff war der Zweitligist lange mit vier, fünf Treffer in Führung, ehe der Oberligist beim 20:21 noch einmal bdrohlich nahe kam. Aber die SG, bei der Amann und Sauerland verletzungsbedingt fehlten und Rothe nur sporadisch spielte (Kapselverletzung am Fuß), schaukelte das Ding letztlich heim und hofft nun auf ein attraktives Zweitrunden-Los mit einem Heimspiel. ak

Statistik

TSG Kleenheim: Beigel, Elsner (im Tor), Hanika (1), Euler, Heinz (3), Müller (4), Köhler (1), Spengler (5/1), Eisenhardt, Wagner, Keil, Rehan, Deusch (7), Wohlrab (1).

SG BBM Bietigheim: Gysin, Lenz (im Tor), Haller (5), Kibat (7/4), Heuberger (1), Pflugfelder (3), Schäfer (1), Bauer (1), Scheerschmidt (2), Rothe (1), Hinz (2), Löffler.


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Alles andere als Kanonenfutter

Oberligist SG Kleenheim schnupperte sogar an einer Überraschung / Süd-Zweitligist SG BBM Bietigheim gewinnt nur mit 25:22 (15:11) in Oberkleen / Enttäuschend war nur die Zuschauerkulisse

(vk) Handball-Oberligist SG Kleenheim ist in der 1.DHB-Pokalrunde der Männer am Samstag Abend in Oberkleen nach einer 22:25 (11:15)-Niederlage gegen den Süd-Zweitligisten SG BBM Bietigheim mehr oder weniger erwartetermaßen ausgeschieden.
Hinter dieser lapidaren Feststellung verbirgt sich allerdings eine großartig kämpfende Kleenheimer Mannschaft, die sogar mindestens zwei Mal an einer Überraschung gegen die zwei Klassen höheren Gäste aus Baden-Württemberg schnupperte.
Für die Kleenheimer begann die Saison damit verheißungsvoll. „Auf dieser Leistung können wir sicherlich aufbauen“, war Kleenheims Trainer Markus Häuser durchaus zufrieden.

Ob die Gäste angesichts der Anwesenheit von Hüttenbergs Trainer Jan Gorr und einiger Spieler, Hüttenberg ist nächsten Freitag Gastgeber für die Bietigheimer Mannschaft zum Saisonstart in der 2.Bundesliga Süd sind, sich etwas zurück hielten, muss eher mit nein beantwortet werden. Denn wer nimmt schon gerne den Ausgleich gegen einen voller Euphorie steckenden  Oberligisten  in fremder Halle hin?
Jörg Müller konnte für Kleenheim zwar auf 1:2 (2.) verkürzen, ehe sich Bietigheim auf 5:1 (10./ Julian Pflugfelder) absetzte. „Wir hatten in der Anfangsphase wieder viel zu viel Respekt vor dem Gegner“, gestand der Kleenheimer Coach. Nach dem 6:9 (19.) durch einen verwandelten Siebenmetertreffer von Nico Kibat, der von der TSG Friesenheim gekommene Mittelmann war auffälligster Akteur beim Gast, konnte Kleenheim durch Tim Spengler, Oliver Heinz und Julian Reusch nach Dennis Köhler-Zuspiel zum 9:9 (22.) egalisieren. Innerhalb von vier Minuten gerieten die Kleenheimer nach individuellen Fehlern und Patzern mit 9:13 (26. / Jochen Bauer) ins Hintertreffen. Beim 11:15 aus Kleenheimer Sicht wurden die Seiten gewechselt. Auch im zweiten Spielabschnitt sahen die knapp 200 zahlenden Zuschauer eine spannende Auseinandersetzung, die nie entschieden war. Kleenheim geriet mit 14:19 (38. / Kibat-Siebenmeter) ins Hintertreffen, kämpfte sich dann durch Oliver Heinz auf 19:20 (47.) wieder heran. Beim 20:21 (49.) hatte Dennis Köhler den heimischen Oberligisten wieder heran gebracht, ehe sich Bietigheim auf 23:20 (55. / Julian Pflugfelder) absetzte. Bei Kleenheim hielt immer wieder Torhüter-Neuzugang Jens Elsner bravourös. Er parierte immerhin neben einem Siebenmeter auch noch 17 Bälle (!) aus dem Spiel heraus. Jörg Müller zum 21:23 (55.) und Johannes Wohlrab zum 22:25-Enstand (60.) erzielten die beiden letzten Kleenheimer Treffer, womit die Sensation natürlich verpasst war. Aber auch Lob prasselte auf die SG Kleenheim nieder und die Fans waren nicht unzufrieden.
„Wir haben gut gespielt, die Jungs haben sich hervorragend präsentiert“, lobte Kleenheims Trainer Markus Häuser vor dem Saisonstart am Freitag, 12. September in der Oberliga Hessen bei der HSG Dutenhofen / Münchholzhausen II.

„Kompliment an Kleenheim, ihr habt gut gespielt, vor allem in der Deckung“, lobte Bietigheims Trainer Uwe Rahn beim anschließenden Interview mit den beiden Trainern, das Björn Seipp von Hit-Radio-ffh führte. Die „Stimme der HSG Wetzlar“ hatte auch die Kleenheimer Spieler dem Publikum vor der Partie vorgestellt wie überhaupt die Kleenheimer verschiedene Anstrengungen unternommen hatten, um das Spiel publik zu machen. Das Bauzentrum Gerhardt in Butzbach präsentierte dieses Pokalspiel.

Mit knapp 200 zahlenden Besuchern war die Zuschauerresonanz noch das schwächste an einem ordentlichen, bisweilen gutklassigen und nicht einmal sonderlich langweiligen, sondern eher interessanten DHB-Pokalspiel der 1.Runde.

SG Kleenheim: Jens Elnser, Thomas Beigel (bei einem Siebenmeter); Tim Hanika (1), Stefan Euler, Oliver Heinz (3), Jörg Müller (4), Dennis Köhler (1), Tim Spengler (5/2), Florian Eisenhardt, Dominik Wagner, Steffen Rehorn, Julian Reusch (7), Johannes Wohlrab (1), Christian Keil.

SG BBM Bietigheim: Matthias Lenz, Matthias Gysin (n.e.), Robin Haller (5), Nico Kibat (7/4); Sebastian Knieriem (2), Christian Heuberger (1), Julian Pflugfelder (3), Christian Schäfer (1), Johann Bauer (1), Sven Scheerschmidt (2), Patrick Rothe (1), Matthias Hinz (2), Christian Löffler, Sebastian Sauerland.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Markus Barwig / Thorsten Stilz (Bad Sobernheim). / Zuschauer: 200. / Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Heinz, Müller, Spengler, Rehorn – Kibat, Bauer, Scheerschmidt, Rothe). / Siebenmeter: 2/2 – 5/4.

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